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Karten im Vorverkauf
Mit Lisa von der Höh
„Was einer in der Jugend wünscht, hat er im Alter genug!“, schreibt Johann Wolfgang Goethe – auch wenn „manche umgekehrte Erfahrung anzuführen, manches daran zu deuteln sein möchte“.
Gerade Goethes Jugendzeit in Frankfurt am Main war entscheidend für seine spätere Entwicklung: Hier erhielt er wichtige Impulse, die sein Kunstverständnis, seine Sammeltätigkeit und sein Wirken als Förderer zeitgenössischer Kunst nachhaltig prägten.
Über Goethes eigene Sammlungen in Weimar wissen wir viel. Weit weniger ist die Kunstsammlung seines Vaters Johann Caspar Goethe in Frankfurt dokumentiert. Auskunft über die Sammlung des Vaters gibt Goethes in der zwischen 1809 und 1831 entstandene Autobiographie ‚Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit‘. In der Rückschau auf seine ersten 26 Lebensjahre erinnert er sich an die Maler, die im Haus zu den drei Leiern ein- und ausgingen, darunter Justus Junker und Johann Georg Trautmann. Weitere Informationen liefern indirekt Goethes ästhetische Schriften.
Gemeinsam lesen wir Auszüge aus ‚Dichtung und Wahrheit‘, einschließlich die handschriftlichen Entwürfe zu ‚Goethes Biographischem Schema von 1809‘ aus dem Besitz des Freien Deutschen Hochstifts. Zusätzlich berücksichtigen wir seine Kunsttheorie und tauschen uns im Anschluss vor den Originalen aus.