12.11.2026, 19 Uhr

VERWEILE DOCH! „Die Musik erleichtere das Verständnis des Textes“

Robert Schumanns Faust-Komposition

Ort: Deutsches Romantik-Museum

Deutsches Romantik-Museum

Frankfurter Goethe-Haus

Museumseintritt + 5 €
Ohne Anmeldung. Begrenzte Teilnehmerzahl, Karten im Vorverkauf

Mit seinen ‚Scenen aus Goethe's Faust‘ für Solostimmen, Chor und Orchester schuf Robert Schumann ein musikalisches Hauptwerk der Goethe-Rezeption des 19. Jahrhunderts und legte zugleich eine sehr persönliche Deutung des Textes vor. In der großbesetzten, etwa zweistündigen oratorischen Komposition denkt Schumann Goethes Drama von seinem Ende her: Ausgehend von der Erlösung Fausts und Gretchens in der berühmten Bergschluchten-Szene, führt er die poetischen Querbezüge beider Teile der Tragödie musikalisch wie in einem Tableau zusammen. Er macht damit die vom Dichter angelegten musikalischen Qualitäten des Werkes sinnlich erfahrbar.

Die Führung öffnet die Pforte in Schumanns Werkstatt, indem sie anhand der musikalischen Faust-Station zentrale Aspekte seines Komponierens und der komplexen Entstehungsgeschichte dieses poetisch-musikalischen Großwerks erläutert werden.

Dr. Timo Evers ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt ‚Robert Schumanns Poetische Welt‘, das von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, gemeinsam getragen wird. Die Arbeitsstellen sind angesiedelt an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und dem Freien Deutschen Hochstift Frankfurt am Main.

Über die Reihe
Das Kuratoren-Team des Deutschen Romantik-Museums lädt zu einer vertieften Führung rund um ausgewählte Stationen der Dauerausstellung, denn zu jeder Station gibt es zahlreiche Geschichten, Bezüge und Gedanken, die auch unsere Gegenwart bewegen. Besondere Gäste erläutern die aktuellen Ausstellungen im Handschriftenstudio.